Augenkrankheiten durch Verletzungen
Bei den Augenverletzungen wird in zwei Formen unterschieden, einerseits in die oberflächliche und andererseits in die perforierende Augenverletzung. Bei einer perforierenden Augenverletzung, die auch als intraokulare Augenverletzung bekannt ist, muss ein operativer Eingriff erfolgen. Selbst ist es immer äußerst schwierig zu unterscheiden, ob es sich um eine leichte oder schwere Verletzung des Auges handelt. Das sollte man dann doch den Facharzt entscheiden lassen.
Die meisten Augenverletzungen sind nicht so schwerwiegend, diese können ambulant behandelt werden oder sogar von allein abheilen. Besonders häufig zählen zu den schweren Augenverletzungen die gefährlichen Verätzungen und die Verletzungen des Augapfels. Etwa 15 Prozent sind laut Statistik zu den schweren Verletzungen zu zählen, dabei können Komplikationen auftreten, in deren Folge es zur Erblindung kommt.
Zu den oberflächlichen Verletzungen zählen die Prellungen und Fremdkörper, die unter den Lidrand oder in die Bindehaut eingedrungen sind. Sie können vom Arzt relativ einfach behandelt werden. Ebenso zählen zu den einfachen Augenverletzungen die Beschädigungen der Augenlider.
Die perforierenden Augenverletzungen haben die Hornhaut, Netzhaut oder im schlimmsten Fall die Glaskörper beschädigt. Diese Arten von Verletzungen müssen mit einem operativen Eingriff behoben werden.
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Ursachen für Augenverletzungen
Mit Säuren und Basen kann es zu schwerwiegenden Verätzungen kommen, dabei sind die basischen Verätzungen besonders schlimm. Hierbei kann es zu einer vollkommenen Erblindung kommen, denn die Basen durchdringen die Schichten des Augapfels besonders schnell.
Zu einer oberflächlichen oder auch tiefen Verbrennung des Auges kann es durch Starkstrom, glühende Kohle oder Metall, kochendes Fett oder Wasser, heiße Gase oder Dämpfe und Stichflammen kommen. Durch den Reflex des Augenlids werden die meisten Verletzungen von heißen Dämpfen oder Verbrennungen durch Flammen vom Auge ferngehalten und es wird nur das Lid verletzt.
Die Augen können genauso durch Verblitzungen geschädigt werden, dabei ist ein kurzer Zeitraum schon ausreichend. Bei einem intensiven ultravioletten Licht kann das Auge bereits geschädigt werden. Genauso sind die Schweißflammen und die Höhensonne schädlich für das Auge. Aber auch der Schnee, der in der Sonne reflektiert, kann die Hornhautoberfläche schädigen.
Mit Schnitten, Stichen und Abschürfungen kann die Hornhaut geschädigt werden, das können falsch eingesetzte Kontaktlinsen, ein Zweig bei der Gartenarbeit oder beim Spaziergang sein. Außerdem kann es durch Fingernägel passieren.
Symptome bei Augenverletzungen
Je nach Schwere und Ursache der Augenverletzungen richten sich die Symptome, meistens beginnt das Auge zu tränen, da es gereizt wird. Ebenso rötet sich die Bindehaut und ein vermehrtes Zwinkern entsteht, dabei kommt es dem Betroffenen so vor, als ob sich ein Fremdkörper im Auge befindet. Bei einem festsitzenden Fremdkörper entstehen Schmerzen und das Auge erhält eine starke Rötung. Wie unter Krämpfen schließen sich die Lider und sie können sogar anschwellen.
Sind Abschürfungen an der Hornhaut entstanden, so führt dies zu starken Schmerzen. Durch die Verletzung wurden die Enden der Neven freigelegt und das Lid schleift beim Augenaufschlag darüber.
Bei Blutergüssen in den Augenhöhlen entstehen genauso starke Schmerzen und sie können als Folgeerscheinung doppelte Bilder oder einen Sehverlust mit sich bringen.
Die Beschwerden bei Verblitzungen können je nach Stärke der Einstrahlungen erst nach drei bis zwölf Stunden auftreten. Zu bemerken ist dann ein Gefühl von einem Fremdkörper, das von Tränen begleitet wird und in kaum erträgliche Schmerzen übergehen kann. Als Folge kann es zu einem Krampf des Lides kommen.
Therapie von Augenverletzungen
Die oberflächlichen Verletzungen werden ambulant behandelt, dabei können die Fremdkörper leicht entfernt werden. Hier wird das Lid umgeklappt und der Fremdkörper kann ohne Probleme aus dem Auge entfernt werden.
Selbstständig können oberflächliche Risse und Schnitte verheilen oder sie können mit feinen Stichen vernäht werden. Ist das Lid verletzt, so ist auch oftmals der angrenzende Tränenkanal mit betroffen. Hierbei kommt ein Silikonschlauch zum Einsatz. Dieser dient dazu, den Tränenkanal zu schienen. Anschließend wird die Wunde darüber genäht. Etwa drei bis sechs Monate muss der Schlauch im Tränenkanal verbleiben und wird dann entfernt.
Bild: © Jürgen Werres – www.pixelio.de